Auszeit

Ich habe sie so satt, die ganzen Zeitmanagementberatungen und Gute-Laune-Kalendersprüche, die Lifestyleblogs und Aussteigergeschichten. Immer zu lesen, wie ich sein könnte, wenn ich loslasse – mich, die Zeit, meine Ansprüche, dass was ich bin. Damit ich mich zu dem entwickeln kann, was ich wirklich und wahrhaftig sein möchte. Ich habe gelesen, zugehört, verglichen, angewendet. Und…

1994. Zwischen Easy und Schauhaus. Ein Sonntagsommermorgen.

Mein unbedarftes Ich wollte diese Zeilen Leben, doch die zuckenden Scheinwerfer und der Mann vor mir holten mich in die Realität und auf eine Armlänge Abstand zurück. Das Haus Auensee, damals noch Easy Auensee, machten es mir nicht so leicht und so zappelte ich zurück an die Bar in die vertraute Nähe meiner Freundin. Wir stießen mit Rosenthaler Kardarka auf unser Wohl und unsere Jugend an.
Später standen wir auf leicht wackeligen Beinen im Kellergeschoss des Schauspielhauses, am Ring der Leipziger Innenstadt.

Come on baby, light my fire

Das SPIZZ. Der Jazz- und Music-Club, das Café und Restaurant. Hier hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht viel verändert. Die Einrichtung ist die gleiche geblieben – schlichte Holzmöbel, teilweise neu gepolstert oder aufgrund des Verschleißes ersetzt. Ich möchte das Mobiliar nicht als bequem bezeichnen, doch gemütlich ist das SPIZZ allemal. Mit all seinen Geschichten und Erinnerungen, die noch heute jeden Tag neu geschrieben werden.

Das Leben ist schön!

Ja! Liebes Leben, du bist schön! Weil du da bist, weil du mich begleitest, weil du mich sein lässt. Weil ich jeden Tag erleben und lernen darf. Weil du manchmal schmerzt und weil du noch öfter lachst. Du hast deinen eigenen Kopf und deinen eigenen Plan, aber du lässt ihn mich sehen. Ich begebe mich vertrauensvoll und voller Lust in deine Hände. Ich bin gespannt auf den Weg, den du für mich vorgesehen hast und schaue links, schaue rechts, oben und unten und genieße die Fülle, mit der du mich überraschst.

Die Stadtkolumne.

Ich bin ein Schreiber, ein Buchstabenmischer und Wortakrobat. Ich schreibe, um die Welt ein bisschen bunter zu gestalten, um dem grauen Alltag einen Farbanstrich zu verpassen und weil es meine Passion ist. Ich bin ein Storyteller. Ich habe ein Faible für gute Geschichten und Momentaufnahmen. In einer Welt, die geprägt ist von Hiobsbotschaften und negativen Nachrichten, möchte ich meine Geschichten in die Welt hinaustragen und zeigen, wie wunderschön die kleinen Augenblicke sind. Abseits von Schlagzeilen in Print- und Onlinemedien. Eine kleine feine Kolumne über das Leben in meiner Stadt. In Leipzig. Weil Leipzig so viel mehr zu bieten hat. Weil die Leipziger feine Menschen sind und patriotisch die Liebe zu ihrer Stadt leben.